Der Weg zu meiner Kunst

Wie schafft man es eigentlich, seinen eigenen Kunststil zu finden? Diese Frage hat mich in meinem Leben schon unglaublich viele Stunden, Monate und mit Sicherheit einige Jahre beschäftig. Doch in dem letzten Jahr durfte ich endlich eine Antwort auf die Frage bekommen.

Früher dachte ich immer, ich muss es nur schaffen, möglichst gut in dem zu sein, was ich tue und dann kommt alles von alleine. Ganz so war es dann doch nicht, aber trotzdem kann ich sagen: Es ist einfach so passiert. Vor einigen Jahren konnte ich überhaupt nichts mit abstrakter Kunst anfangen. Doch trotzdem war es immer wieder eine Art sicherer Rückzug für mich, wenn ich mich bei einer praktischen Übung in meinem Kunsttherapiestudium unsicher gefühlt habe. Das Abstrakte kann weder falsch noch richtig sein, man kann keine falsche Proportion treffen und jeder – vor allem aber die Künstlerin selber – kann eine eigene Bedeutung dafür finden, die möglicherweise kein anderer entdecken mag.

Mein eigener Kunststil geht mit dem Aufbau meines eigenen, sicheren Ortes einher. Einen sicheren Ort, den hat jeder von uns. Doch habt ihr ihn euch schonmal bewusst gemacht und richtig greifbar vorgestellt? Ich habe es erst in meinem Studium getan. In der Therapie kann ein sicherer Ort, den man im Inneren trägt halt geben und helfen, wieder Ruhe in seinen Kopf zu lassen. So ein Ort schlummert in jedem von uns und kann auf jeder gebrauchen. Für mich hängt mein sicherer Ort besonders mit den magischen Welten aus meinen Lieblingsbüchern zusammen. Ich mag es einfach, mich nach einem anstrengenden oder auch an einem freien Tag in diese herrliche Natur und atemberaubenden Landschaften hineinzuträumen.

Doch wie kam ich nun zu meiner Art der abstrakten Kunst? Meine praktische Abschlussarbeit beinhaltete ein eigenes Kunstwerk zu dem Thema Lebenskunst. Und für mich ging dieser Begriff zweifellos mit meinem sicheren Ort einher. Also war es für mich an der Zeit, meine Welten sichtbar zu machen. Und da der eigene sichere Ort natürlich etwas sehr persönliches ist und für mich auch bleiben sollte, fühlte sich eine abstrakte Arbeit zum ersten Mal einfach Vollkommen an. Ich kann euch heute nicht mehr zu dem Prozess sagen, es ging einfach automatisch. Allerdings kann ich euch sagen, dass ich es innerhalb eines Tages fertiggestellt habe und es in meinen Augen nicht perfekter hätte sein können.

Zum Abschluss möchte ich euch natürlich nicht länger auf die Folter halten, sondern berichten, um welches Bild es sich handelt. Es ist das grüne, dass ihr hier auf den Fotos sehen könnt. Und die Book-Girlies unter euch bekommen mit dem darauf stehenden Zitat hoffentlich einen full circle moment. Somit habt ihr jetzt nicht nur die Erklärung, wie ich zu meiner Kunst gekommen bin, sondern könnt euch gleichzeitig auch die Bedeutung zu meiner Zitatauswahl auf meiner Startseite denken.

© Foto: Jenny Larrabe

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